Die Aula

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Die Aula, von außen erkennbar am schlichten Namenszug “JOHANNEUM.” und an acht hohen Rundbogenfenstern, befindet sich mittig im zweiten Stockwerk. Sie macht mit den stirnseitigen Balkonen auf ionischen und korinthischen Säulchen durchaus Eindruck, der dem eines Rathaussaales nicht nachsteht. Prächtige Kronenleuchter und schwere Gardinen für die stattlichen Fenster ergänzten die Ausstattung. Den Höhepunkt des Raumes mit seiner ansprechenden Farbgestaltung in hellen Tönen bildet eine Gruppe von fünf Wandgemälden des bedeutenden Historienmalers Anton Dietrich aus Dresden. Das Thema “Paulus predigt in Athen” gehört mit seiner Symbolik in die christlich-humanistische Tradition der Schule und zur Neurenaissance in der architektonischen Stillehre. In einer Hochkomplexen Reflexion zeigt das Wandgemälde eine Art Zeitreise unter Anführung von Paulus mit großen Figuren der Geistesgeschichte wie Homer, Goethe, Aristoteles, Humboldt, Luther und Melanchton. Am 22. März 1879 (”dem Geburtstag des Kaisers”) wurde der Saal mit dem fertigen Wandgemälde eingeweiht und anschließend - vor allem sonntags - von hunderten Bürgern bewundert.

(aus “Der Zittauer Ring Kunstwerk Stadt” - Dr. Volker Dudek, Prof. Dr. Jos Tomlow - Verlag Gunter Oettel)